Fragen & Antworten

Was ist solidarisch an der SOlidarischen LAndWIrtschaft?

Wie ergibt sich der Preis für das Gemüse?

Für das kommende Gemüsejahr wird ein Finanzplan mit allen entstehenden Kosten aufgestellt. Verwaltungskosten werden durch den Mitgliedsbeitrag gedeckt, alles andere wird durch den Gemüsepreis gedeckt. Der Betrag für „alles andere“ wird durch die Anzahl der reservierten Gemüseanteile geteilt. So ergibt sich der Durchschnittsbetrag pro Gemüseanteil.

Jeder Gemüseabnehmer kann dann selbst entscheiden, welches Gebot er bei der Bieterrunde abgibt. Wer wenig verdient oder sich über die Maßen einbringt, kann auch ein Gebot unter dem Durchschnitt einreichen. Es wird Leute geben, die das Projekt mit einem überdurchnittlichen Betrag unterstützen wollen.

Wenn alle Angebote eingeholt sind und die Jahreskosten gedeckt sind, passt alles. Wenn nicht, wird es eine zweite Bieterrunde geben mit dem Aufruf, durchnittlich z.B. 2 € mehr zu bieten. Das geht so lange, bis wir die Kosten gedeckt haben.

Wie „teuer“ ist das Gemüse?

Ein Gemüseanteil soll gut einen Erwachsenen versorgen und kostet um die 47 € monatlich. Wie üppig dann die Ernte ausfällt, ist natürlich nur bedingt planbar.

Der ideelle Wert und die Qualität der Produkte relativieren zusätzlich die Frage nach dem Preis.

Die Grundidee aller Solawi ist „Das Gemüse verliert seinen Preis und gewinnt seinen Wert zurück“. Einerseits natürlich durch den solidarischen Gedanken, andererseits durch das „Erlebnis Solawi-Gemüse“:

Ist auch Obst dabei?

Prinzipiell nicht.

Kann sein, dass mal Physalis dabei sind oder jemand seinen Obstgartenüberschuss als Geschenk anbietet.

Wann startet das Gemüsejahr?

Das Gemüsejahr geht von 1.März bis Ende Februar.

Wer stemmt den Anbau?

Profigärner, die durch die Ehrenamtsarbeit der Mitglieder unterstützt werden.

Wie organisiert sich der Verein?

Neben dem Vorstand gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, die sich nach Bedarf bilden und wieder auflösen könnten.

Jedes Vereinsmitglied kann nach eigenem Interesse Mitglied jeder Arbeitsgruppe werden und diese jederzeit wieder verlassen. Wo es sinnvoll ist, tauschen sich die Arbeitsgruppen untereinander aus.

Es gibt eine etwa wöchentliche Rundmail, mit aktuellen Informationen.

Wie viel Ehrenamt ist nötig?

Die Bewältigung der Arbeit in der Verwaltung und auf dem Feld ist so geplant, dass pro Anteil etwa 1 Stunde pro Woche an ehrenamtlicher Arbeit geleistet werden sollte.

Was ist, wenn ich meine Ehrenamtsstunden nicht leisten kann oder will?

Die Ehrenamtsstunden werden nicht kontrolliert und laufen auf Vertrauensbasis. Wer weniger leisten will, schraubt seinen Anteilspreis nach oben, um sein Gewissen zu beruhigen. :-) Darüber hinaus soll es ab 2021 einen kleinen Fonds geben, in den die Leute einzahlen können, die den besonders Fleißigen zum Ausgleich etwas Gutes tun wollen.

Ich bin nicht so der Vereinsmeier. Kann ich mich auch raushalten?

Das ist möglich. Ein Ausgleich über einen höheren Gemüsebeitrag oder eine Spende ist erwünscht.

Was ist, wenn ich im Urlaub bin?

Der Gemüsebeitrag läuft weiter. Entweder man verschenkt dann seinen Anteil an die Allgemeinheit (bitte Bescheid geben an info@solawi-tegernheim.de) oder man lässt das Gemüse durch einen Bekannten abholen.

Wann, wo und wie oft ist Abholung?

Abholung direkt in unserer Scheune am Feld ist wöchentlich, in der kalten Jahreszeit zeitweise vierzehntägig, jeweils freitags von 16-19 Uhr und samstags von 10-11 Uhr.

Wie läuft die Abholung ab?

Die Leute, die geerntet haben, schreiben auf eine Tafel wie viel Gemüse man sich pro Anteil nehmen darf. Die Mitglieder wiegen dann selbstständig ab und füllen das Gemüse in ihre mitgebrachten Behältnisse.

Warum an einer Solawi teilnehmen?

Weil so jede*r für sich die Agrarwende in die Praxis umsetzen kann:
regional & ökologisch angebaute Gemüse, Nachhaltigkeit wird großgeschrieben, sehr wenig Maschineneinsatz, bessere Qualität unserer Lebensmittel, Gemüse ohne Verpackung. So machen wir uns unabhängig von großen Konzernen und leben nachhaltiger.

Und weil es Spaß macht! Tolle Leute treffen, mit der Hand arbeiten, etwas voranbringen, sich unter freiem Himmel bewegen, Lebensmittel noch mehr schätzen lernen, Rezepte austauschen, Gartentipps bekommen, gute Ideen entwickeln, sich selbst und den Kindern zeigen, was echt und gut ist.